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Zeitpunkt der Durchführung einer Datenschutz-Folgenabschätzung

Eine Datenschutz-Folgenabschätzung ist vor der Aufnahme der zu betrachtenden Verarbeitungsvorgänge durchzuführen. Auch bereits bestehende Verarbeitungsvorgänge können unter die Pflicht einer Datenschutz-Folgenabschätzung fallen.

Eine sofortige Datenschutz-Folgenabschätzung aller bestehenden Verfahren ist grundsätzlich nicht erforderlich. Eine Erforderlichkeit kann sich aber aus Artikel 35 Absatz 11 Datenschutz-Grundverordnung ergeben. Gemäß Erwägungsgrund 171 „sollten“ Verarbeitungen, die zum Zeitpunkt der Anwendung dieser Verordnung bereits begonnen haben, innerhalb von zwei Jahren nach dem Inkrafttreten dieser Verordnung mit ihr in Einklang gebracht werden.

Da eine Datenschutz-Folgenabschätzung meist nicht ad hoc in wenigen Tagen erstellt werden kann, muss sie rechtzeitig, beispielsweise unterstützt durch ein allgemeines Datenschutz-Managementsystem, auf den Weg gebracht werden.

 

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